Nach dem Anerkennungsjahr in den Riehler Heimstätten, die städtische Senioreneinrichtung von Köln-Riehl, wurde ihm eine Heimleiterstelle in Aachen angeboten, die er für sechs Jahre ausübte. „Von 1983 bis zu meiner Rente 2019 war ich Geschäftsführer der St. Gereon Seniorendienste. Ich bin damals mit zwei kleinen Pflegeheimen gestartet. Bei meiner Berentung trug ich die Verantwortung für 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fast 300 Auszubildende, die sich auf vier Pflegeheime, sechs Tagespflegeeinrichtungen, einen ambulanten Dienst mit ca. 300 Kunden und einer Einrichtung für Betreutes Wohnen für 10 beamtete Menschen verteilten. Des Weiteren wurden fast 200 Wohnungen im Sinne des Seniorenwohnens von uns betreut.“
Kontakt mit dem Heimverzeichnis hatte Bernhard Bogert schon während seiner Geschäftsführertätigkeit. „Unsere Pflegeheime waren mit die ersten, die sich auf Lebensqualität im Alter begutachten ließen. Als ich in Rente ging, merkte ich, dass in mir die Leidenschaft für das Thema Altenhilfe immer noch brannte. Daher bewarb ich mich beim Heimverzeichnis als ehrenamtlicher Gutachter, absolvierte die Schulung und hospitierte Ende 2021 bei meinem Gutachterkollegen Thomas Oesterreich.“
Die Begutachtung von Senioreneinrichtungen ist für Bernhard Bogert vertrautes Terrain. Dabei kann er beide Positionen einnehmen, die des Einrichtungsleiters und die des Gutachters. „Ich begegne den Einrichtungsleiterinnen und -leiter immer auf Augenhöhe, und das weniger als Prüfer, sondern vielmehr als ein ehemaliger Kollege. Ich habe in den letzten Jahrzehnten vielfältige Erfahrungen zum Thema Hilfe im Alter sammeln dürfen. Von daher traue ich mir zu, dass ich einschätzen kann, ob in der Einrichtung Lebensqualität gelebte Realität ist. Für mich ist es eine Wohltat, in eine gute Einrichtung zu kommen, in der der Mensch – sprich Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen – gleichermaßen im Fokus stehen.“
So ist der Ansatz von Bernhard Bogert, gute Praxis zu fördern. „Es geht nicht darum, das Haar in der Suppe zu finden, sondern die positiven Aspekte in den Einrichtungen zu sehen und diesen Einrichtungen den ‚Grünen Haken‘ für eine gute Lebensqualität zu verleihen.“